Erleben Sie mit dem Reiseleiter Thorsten Hansen nördliche Island

Dettifoss Wasserfall



Dettifoss






Wanderung am Vulkan Leirhnjúkur

Der aktive Vulkan ist Teil des Vulkansystems der Krafla und ist 592 m hoch. Die unteren Partien bestehen aus Palagonit. Der Vulkan ist immer noch recht warm und dies erklärt sich durch die Existenz einer Magmakammer unter der Krafla-Caldera in Tiefen zwischen 2,5 und 8 km, von der eine Intrusion unter dem Leirhnjúkur bis in 2,5 km unter der Erdoberfläche hinaufreicht. In der ersten historischen Ausbruchsserie von 1727 bis 1746, den sog. Mývatn-Feuern, spielte der Vulkan eine bedeutende Rolle. Am 20. September 1975 begann eine weitere Ausbruchsserie im Krafla-System, die sog. Krafla-Feuer, diesmal direkt an der Nordflanke des Leirhnjúkur. Dabei lag aber eine große, sich füllende Magmakammer genau unter dem Berg in 3–7 km Tiefe. Die Ausbruchsserie hielt mit Unterbrechungen bis 1984 an


Der Goðafoss - der Götterwasserfall

Das Wasser des Skjálfandafljót stürzt über einer Breite von 158 m, die von drei Felsen unterbrochen wird, etwa 11 m in einem Bogen in die Tiefe.

Der Wasserfall wurde am 12. Juni 2020 unter Naturschutz gestellt. Der Sage nach soll der Gode und Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði Þorkelsson um das Jahr 1000 n. Chr., nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion, die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen haben. Ein Kirchenfensterbild in der Domkirche von Akureyri(Akureyrarkirkja) erinnert an diese Geschichte.


Das Geothermalgebiet Hverarönd / Hverir

Hverarönd liegt auf der Ostseite des Berges Námafjall beim Pass Námaskarð, über den die Ringstraße vom Mývatn nach Egilsstaðir verläuft. Beim Námafjall (Bergwerksberg 482 m) handelt sich um einen aktiven Vulkan, der zum Vulkansystem der Krafla gehört. In dem Hochtemperaturgebiet gibt es Solfataren, also Stellen, an denen Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, elementarer Schwefel und andere Mineralien aus der Erde austreten, sowie zahlreiche heiße Schlammtöpfe und Fumarolen. In 1000 m Tiefe wurden Temperaturen von über 200 °C gemessen. Das Hochtemperaturgebiet wird in Reiseführern oft mit dem Namen des Berges, oder des Passes bezeichnet, das Solfatarenfeld heißt aber Hverarönd. Im Mittelalter wurde der elementare Schwefel für die Produktion von Schießpulver exportiert. Dieser Export über den Hafenort Húsavík dauerte bis in das 19. Jahrhundert an. 



Stuðlagil - die Säulenschlucht

Die Schlucht des Flusses Jökla ist bekannt für seine bis zu 30m hohen säulenförmigen Basaltfelsen und das blaugrüne Wasser, das durch die Schlucht fließt. Es wurde zu einer unerwarteten touristischen Sensation, nachdem es 2017 in einer Broschüre der WOW Air Airline gezeigt wurde. Durch das 2009 eröffnete Wasserkraftwerk Kárahnjúkar verlor der Fluß 60 Prozent seines Wasserkörpers und der Wasserspiegel sank um 7 bis 8 Meter und die wunderschönen Basaltformationen wurden sichtbar. Der Jökulsá á Brú, wie der Fluss auch genannt wird, führte früher stündlich etwa 120 Tonnen Gestein in Richtung Nordatlantik.